AGB

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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Auftragsbedingungen von House of Translation (Verena Schmidt)

  1. Geltungsbereich
    1. Diese Auftragsbedingungen gelten für Verträge zwischen dem Übersetzer und seinem Auftraggeber, soweit nicht etwas anderes ausdrücklich vereinbart oder gesetzlich unabdingbar vorgeschrieben ist. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen werden vom Auftraggeber mit Erteilung des Auftrages anerkannt. Sie gelten für die gesamte Geschäftsbeziehung, also auch für künftige Aufträge.
    2. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers sind für den Übersetzer nur verbindlich, wenn er sie ausdrücklich anerkannt hat.
  2. Umfang des Übersetzungsauftrags

    Die Übersetzung wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung sorgfältig ausgeführt. Die Übersetzung wird vollständig, gemäß den grammatikalischen Regeln sowie in Übereinstimmung mit dem Textsinn und dem Vertragstext der Übersetzung nach bestem Wissen und Gewissen zu Informationszwecken angefertigt. Sind informatorisches Begleitmaterial oder besondere Anweisungen vom Auftraggeber nicht übermittelt worden, werden Fachausdrücke in allgemein üblicher und allgemein verständlicher Form übersetzt. Eine stilistische Überarbeitung ist nicht Gegenstand der Übersetzungsleistung. Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung der Übersetzung.

  3. Zeitpunkt der Vertragserfüllung, Verzug
    1. Leistungsfristen werden bei Auftragsvergabe vereinbart. Eine Verbindlichkeit von Fristen entsteht nur dann, wenn eine Leistungsfrist zwischen den Parteien ausdrücklich als fixe Frist vereinbart ist.
    2. Ein nicht erheblicher Verzug der Erfüllung der Übersetzungsleistung berechtigt den Auftraggeber nicht unmittelbar zum Rücktritt vom Vertrag. Im Übrigen ist dem Übersetzer zunächst eine angemessene Frist zur Leistung zu gewähren, wenn er mit der Erbringung derselben in Verzug gerät. Erst nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist kann der Auftraggeber vom Vertrag zurücktreten.
    3. Bei Vertragsänderungen beziehungsweise Änderungswünschen gilt Ziffer 9 (6).
    4. Der Auftraggeber bleibt zur Zahlung der durch den Übersetzer bis zur Rücktrittserklärung erbrachten Leistungen verpflichtet, soweit der Auftraggeber die bereits erbrachten Leistungen als Erfüllung angenommen hat.
    5. Der Übersetzer ist ausdrücklich zu Teilleistungen berechtigt, soweit es dem Kunden zumutbar ist, Teilleistungen entgegen zu nehmen.
  4. Mitwirkungs- und Aufklärungspflicht des Auftraggebers
    1. Der Auftraggeber hat den Übersetzer rechtzeitig über gewünschte Ausführungsformen der Übersetzung zu unterrichten (Verwendungszweck, Lieferung auf Datenträgern, Anzahl der Ausfertigungen, Druckreife, äußere Form der Übersetzung etc.). Ist die Übersetzung für den Druck bestimmt, überlässt der Auftraggeber dem Übersetzer rechtzeitig vor Drucklegung einen Korrekturabzug, sodass der Übersetzer eventuelle Fehler beseitigen kann. Namen und Zahlen sind vom Auftraggeber zu überprüfen.
    2. Informationen und Unterlagen, die zur Erstellung der Übersetzung notwendig sind, stellt der Auftraggeber dem Übersetzer bei Erteilung des Auftrags zur Verfügung (Terminologie des Auftraggebers, Abbildungen, Zeichnungen, Tabellen, Abkürzungen, interne Begriffe etc.).
    3. Fehler und Verzögerungen, die sich aus der mangelnden oder verzögerten Lieferung von Informationsmaterial und Anweisungen ergeben, gehen nicht zu Lasten des Übersetzers.
    4. Der Auftraggeber übernimmt die Haftung für die Rechte an einem Text und stellt sicher, dass eine Übersetzung angefertigt werden darf. Von entsprechenden Ansprüchen Dritter stellt er den Übersetzer frei.
  5. Rechte des Auftraggebers bei Mängeln
    1. Der Übersetzer behält sich das Recht auf Nacherfüllung vor. Der Auftraggeber hat zunächst nur Anspruch auf Beseitigung der in der Übersetzung möglicherweise enthaltenen Mängel.
    2. Der Anspruch auf Nacherfüllung muss vom Auftraggeber unter genauer Angabe des Mangels geltend gemacht werden.
    3. Der Anspruch auf Nachbesserung ist ausgeschlossen, wenn die Mängelanzeige nicht innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Übersetzung schriftlich oder per E-Mail eingegangen ist.
    4. Beseitigt der Übersetzer die geltend gemachten Mängel nicht innerhalb einer angemessenen Frist oder lehnt er die Mängelbeseitigung ab oder ist die Mängelbeseitigung als gescheitert anzusehen, so kann der Auftraggeber nach Anhörung des Auftragnehmers auf dessen Kosten die Mängel durch einen anderen Übersetzer beseitigen lassen oder wahlweise die Herabsetzung der Vergütung verlangen oder vom Vertrag zurücktreten. Die Mängelbeseitigung gilt als gescheitert, wenn auch nach mehreren Nachbesserungsversuchen die Übersetzung weiterhin Mängel aufweist.
  6. Haftung
    1. Der Übersetzer haftet bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz. Nicht als grobe Fahrlässigkeit einzustufen sind Schäden, die durch Computerausfälle und Übertragungsstörungen bei E-Mail-Versendung oder durch Viren verursacht worden sind. Der Übersetzer trifft durch Anti-Virus-Software hiergegen Vorkehrungen. Die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit gilt ausschließlich im Falle der Verletzung von Hauptpflichten.
    2. Der Anspruch des Auftraggebers gegen den Übersetzer auf Ersatz eines nach Nr. 6 (1) Satz 4 verursachten Schadens wird auf 5.000 EUR begrenzt; im Einzelfall ist die ausdrückliche Vereinbarung eines höheren Schadensersatzanspruchs möglich.
    3. Der Ausschluss oder die Begrenzung der Haftung nach Nr. 6 (1) und (2) gilt nicht für Schäden eines Verbrauchers aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
    4. Ansprüche des Auftraggebers gegen den Übersetzer wegen Mängeln der Übersetzung (§ 634a BGB) verjähren, sofern nicht Arglist vorliegt, in einem Jahr seit der Abnahme der Übersetzung.
    5. Die Haftung für Mangelfolgeschäden ist entgegen § 634a BGB auf die gesetzliche Verjährungsfrist beschränkt. Hiervon bleibt § 202 Abs. 1 BGB unberührt.
  7. Berufsgeheimnis

    Der Übersetzer verpflichtet sich, Stillschweigen über alle Tatsachen zu bewahren, die ihm im Zusammenhang mit einer Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden.

  8. Mitwirkung Dritter
    1. Der Übersetzer ist berechtigt, zur Ausführung des Auftrags Mitarbeiter oder fachkundige Dritte heranzuziehen.
    2. Bei Heranziehung von fachkundigen Dritt–en hat der Übersetzer dafür zu sorgen, dass sich diese zur Verschwiegenheit entsprechend Nr. 7 verpflichten.
  9. Vergütung
    1. Die Rechnungen des Übersetzers sind fällig und zahlbar ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum.
    2. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
    3. Der Übersetzer hat neben dem vereinbarten Honorar Anspruch auf die Erstattung der tatsächlich angefallenen und mit dem Auftraggeber abgestimmten Aufwendungen. In allen Fällen wird die Mehrwertsteuer, soweit gesetzlich notwendig, zusätzlich berechnet. Der Übersetzer kann bei umfangreichen Übersetzungen einen angemessenen Vorschuss verlangen. Der Übersetzer kann mit dem Auftraggeber vorher schriftlich vereinbaren, dass die Übergabe seiner Arbeit von der vorherigen Zahlung seines vollen Honorars abhängig ist.
    4. Ist die Höhe des Honorars nicht vereinbart, so ist eine nach Art und Schwierigkeit angemessene und übliche Vergütung geschuldet. Diese unterschreitet die jeweils geltenden Sätze des Justizvergütungs- und –entschädigungsgesetzes (JVEG) nicht.
    5. Der Auftraggeber verpflichtet sich, den Übersetzer im Impressum zu erwähnen.
    6. Hat der Auftraggeber nach Auftragserteilung Änderungswünsche, die nicht von der ursprünglichen vertraglichen Vereinbarung umfasst sind, ist der Übersetzer berechtigt, dem Auftraggeber eine angemessene Mehrvergütung zu berechnen. Soweit die Änderungswünsche zu einer Verzögerung bei der Auftragsausführung beitragen, verlängert sich ein gegebenenfalls vereinbarter Fertigstellungstermin entsprechend.
  10. Eigentumsvorbehalt und Urheberrecht
    1. Die Übersetzung bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Übersetzers. Bis dahin hat der Auftraggeber kein Nutzungsrecht.
    2. Der Übersetzer behält sich ein etwa entstandenes Urheberrecht vor.
  11. Rücktrittsrecht

    Soweit die Erteilung des Übersetzungsauftrags darauf beruht, dass der Übersetzer die Anfertigung von Übersetzungen im Internet angeboten hat, verzichtet der Auftraggeber auf sein möglicherweise bestehendes Widerrufsrecht für den Fall, dass der Übersetzer mit der Übersetzungsarbeit begonnen und den Auftraggeber hiervon verständigt hat.

  12. Anwendbares Recht, Gerichtsstand, Erfüllungsort
    1. Für den Auftrag und alle sich daraus ergebenden Ansprüche gilt deutsches Recht.
    2. Die Vertragssprache ist Deutsch.
    3. Der Erfüllungsort ist der Geschäftsitz des Übersetzers.
    4. Gerichtsstand ist der Geschäftssitz des Übersetzers; der Übersetzer ist jedoch berechtigt, den Auftraggeber auch an seinem Geschäftssitz-Gericht zu verklagen.
  13. Salvatorische Klausel

    Die Wirksamkeit dieser Auftragsbedingungen wird durch die Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine gültige zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Ergebnis bzw. dem angestrebten Zweck möglichst nahe kommt.

  14. Änderungen und Ergänzungen

    Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sind nur gültig, wenn sie schriftlich oder per E-Mail vereinbart worden sind. Dies gilt auch für die Änderung des Schriftformerfordernisses selbst.

Verena Schmidt
Diplom-Übersetzerin und Mitglied im Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ)
Gerhardstraße 81
24105 Kiel

E-Mail

Handy: +49 (0) 176 - 84 45 74 11
Festnetz: +49 (0) 431 - 54 777 145